Lebenspirituelle Reise

Der Mord des Selbst

Selbstmord -Mord des Selbst

Der Mord des Selbst - Selbstmord

Du weißt gar nicht genau wie Dir geschieht, denn eigentlich geschieht nichts, zu minderst willst Du dass nichts geschieht.
All das was Du gerade gehört, gesehen, gelesen und gefühlt hast, darf nicht wahr sein.
Es kann nicht sein! Selbstmord - der Mord durch einen Selbst.

Die Zeit steht still, Du musst Dich selbst erinnern zu atmen….
Die Zeit bewegt sich weiter und Du erkennst das es doch so ist! Du spürst den Schock, die Traurigkeit, beginnst Dich zu erinnern wie es denn früher war…

Der Moment wo es Dich zerreißt.

Heute ist der 20.Juli 2017, wieder einmal höre ich das jemand mit dem ich tief verbunden bin sich das Leben genommen hat.
Diesmal ist Er ist mir nicht persönlich bekannt, gehört nicht zu meinem direkten Umfeld und doch hat es mich zerrissen.

Seine Band, seine Stimme, begleiten mich seit einer sehr lange Zeit. Seine Stimme berührt mich tief und seine Texte und Schwingungen haben mich aus einigen eigenen Tiefen gerettet.
Er weiß  gar nicht. dass er mein Leben auf vielen Arten gerettet hat und wohl immer noch tut, schade!

Keine 4 Wochen ist es her, als er ein paar Meter vor mir stand. Er steht auf der Bühne des Hurricane-Festivals, Chester von Linkin Park. Nur wegen ihm habe ich seit ein paar Jahren mal wieder eine Karte gekauft.

Selbstmord - Der Mord des Selbst - ich kann es so gut verstehen ...

Sein Tod hat für mich einen sehr faden Beigeschmack, verstehen kann ich es.
Die Gefühle die einen dazu bringen darüber nachzudenken sich selbst zu töten, sind mir auch sehr bekannt.

Manch einer der mich kennt „ kann sich das gar nicht vorstellen“, aber dennoch war sie da diese Zeit, wo ich am liebsten aussteigen wollte.
Mit ca. 14 Jahren bis Anfang 20 war es immer mal wieder Thema.
Einfach aussteigen. „Dann hört alles auf! Ich hab endlich Ruhe! Muss mir den Scheiß nicht mehr mit ansehen!“ Was für ein erleichternder Gedanke!

Wenn der Hilfeschrei ausbleibt, ist es zu spät.

Als ich 17 Jahr alt war, erreichte mich das erste Mal so eine Nachricht. Die Nachricht über den plötzlichen Tod eines Menschen, der mir sehr viel bedeutet hat.

Der mir „meinen Arsch“ gerettet hat! Sie hat mein Leben tief bewegt, verändert und in Bahnen gelenkt die ich eigentlich nicht wollte, aber später als richtig erkannte.
Sie war halt bewusster was das betraf und wusste es besser. Sie hatte nicht aufgegeben, wo ich aufgegeben hatte. Dafür bin ich ihr sehr dankbar!

Meine Klassenlehrerin Heike Alfers.

Frau Alfers, seit der Abschlussparty durften wir sie Heike nennen, nahm sich ein Jahr nach dem wir alle irgendwie untergekommen waren das Leben.
Auch im Sommer.
Auch nach dem wir uns ein paar Wochen vorher das letzte Mal, alle zusammen, getroffen hatten. Sie war etwas Besonderes für mich, auch wenn ich sie zeitweise wirklich gehasst habe.
Ihr konnte ich meine Dankbarkeit noch ausdrücken, an dem Tag als wir uns trafen und gerade deswegen, traf es mich damals so tief. Es zerriss mich!

Die Welt hatte auf gehört sich zu drehen…

Sie hinterließ eine Tochter. Ich glaube ihre Tochter ist ein oder zwei Jahre älter als ich.
Auch Chester hinterlässt seine 6 Kinder. Niemand sollte es verurteilen!

Wir alle, sollten uns lieber fragen:“ Warum führen wir ein so beschissenes Leben, wenn wir das gar nicht wollen?“
Warum veränderst Du nichts, wenn Du unglücklich bist? Was brauchst Du dazu?


Nach außen hin glücklich oder reich und berühmt, das alles hilft Dir gar nichts
wenn Du nicht selbst herausfindest, was Dich hier auf dieser Erde glücklich macht. Wenn Du nicht herausfindest, warum es sich lohnt zu leben und hier zu sein. Warum es sich lohnt dankbar für diese Zeit auf dieser Erde zu sein.

Wenn es schon nicht die eigenen Wunderkinder sind, die Dich hier halten… hast Du nicht so gelebt, wie Du es wolltest.
Sondern hast Dich in Formen pressen lassen und bist schon sehr viel länger tot.

Hast Du Dich in Formen pressen lassen, bist schon sehr viel länger tot.
  • Die Strukturen der Gesellschaft,
  • der Zwang des Erfolgs,
  • der Druck genügen zu müssen,
  • nicht sein zu können wie man selbst möchte,
  • nicht dort leben zu können wo man will,
  • nicht machen zu dürfen was einen glücklich macht,

sind die Essenz und Ursachen unseres Unglücks.

Die Selbstbestimmtheit stirbt..

Deine eigene Macht, Deine Kraft, stirbt, wenn wir von außen geformt werden. Wenn wir gedrängt, gelockt oder überredet werden. Wenn Du Dich überreden lässt.

Wenn wir nicht geliebt werden, wenn wir nicht beachtet werden und wir das Gefühl haben, dass uns etwas fehlt, sind wir unglücklich. Und manchmal glauben wir nur, dass wir nicht geliebt werden, dass wir nicht dazu gehören, weil wir in die falsche Richtung blicken.

Wunden heilen nicht, wir lernen mit ihnen zu leben.

Oft haben wir Dinge erlebt die uns sehr verletzt haben. Diese Wunden heilen nicht mit der Zeit, das ist eine Lüge!
Diese Wunden brechen immer wieder auf wenn Worte fallen, wenn Situationen gleich sind, wenn wir getriggert werden und nur wir können lernen damit zu leben und diese Wunden annehmen.
„Ich“ kann nicht darauf warten dass es vorbei geht. Nur ich kann mein Selbst wieder beleben. Allein ich muss Entscheidungen treffen. Und dass kann ich nur alleine TUN!
Wenn Dein Bauchgefühl stirbt und Du nur noch funktionierst, ist der Tod des Selbst nicht mehr weit. Und um das Selbst zu töten, musst Du nicht unbedingt sterben.

Lebst Du noch, oder stirbst Du schon?

Ich weiß mittlerweile dass viele Menschen innerlich schon gestorben sind.

Ihr Selbst ist schon tot, oder zumindest im Koma. Vielleicht ist das die Zombie Apokalypse die alle fühlen und voraus ahnen?

Der Freitod ist nur die Manifestation im Außen.
Eine logische Abfolge also…

Wenn Du merkst, dass Du nicht das Leben lebst welches Du leben willst. Sobald Du merkst, Du störst Dich daran, dass Montag ist, zieh die Reißleine und steige aus!

Nicht aus dem Leben, sondern aus den Strukturen die Dich einpressen. Aus den Strukturen die Dich ausbrennen lassen, die Dich unterdrücken und mit Versprechungen locken, die Dich doch nicht glücklich machen.

Lass es nicht zu, den Tod Deines Selbst hinzunehmen.

Chester ist leider ein Beispiel dafür, dass „reich und berühmt“ nicht der Schlüssel ist.
Vielleicht ist Chester ein Beispiel dafür, dass aus der Liebe zur Musik Leiden-schaft wurde.
Oder Chester ist ein Beispiel dafür, dass nur aus Leid wundervolle Poesie entsteht, die anderen hilft, aber ihn selbst gefangen hält.

Aus dem was Du mit Liebe begonnen hast, mit Liebe tust, kann ein Hamsterrad und ebenfalls eine einengende Struktur werden. Durch die Liebe ist das nur manchmal noch schwieriger zu erkennen.
Der Schock ist umso größer, wenn Du erkennst, dass Du auch da nicht Du SELBST sein kannst.

Glücklich sein, fühlt sich genauso an wie Traurigkeit.

Lass es nicht zu, den Tod Deines Selbst hinzunehmen.
Befreie Dich aus den Zwängen, auch aus denen die Du Dir selbst aufgelegt hast und erlaube Dir glücklich zu sein!

Durch glücklich sein, fühlst Du Dich genauso intensiv wie Traurigkeit. Nur Traurigkeit ist irgend wie einfacher, Du bekommst in der Gesellschaft mehr Mitgefühl wenn Du traurig bist.
Bist Du glücklich und hast mega gute Laune, ist das für viele schon fast unglaubwürdig. Die Grundstimmung der Gesellschaft ist, nicht nur in Deutschland, eher passiv. Und glücklich sein wird schon fast missverstanden.

 

Mit einer positiven Weltanschauung, spürst Dich intensiv, es macht einfach mehr Spaß und ist ansteckend. Du kannst andere mit Deinem Glück anstecken!

Niemand kann Dir sagen ob es sich lohnt auf diesem Planeten zu bleiben. Ich aber, kann Dir sagen, dass Du es lohnend gestalten kannst! Und ich bin froh weiter gemacht zu haben, ich hätte viele glückliche Momente verpasst.

Und um diese Momente zu fühlen, bin ich als geistiges Wesen, auf diesen Planeten gekommen.

Wonach sehnt sich Deine Seele?

Ich überlege gerade was ich beiden gerne „vorher“ gesagt hätte.

Gleichzeitig überlege ich, ob es was geholfen hätte?
Ich hab keine Ahnung, da ich nicht weiß wonach sich Heikes oder Chesters Seelen  gesehnt haben. Genauso weiß ich nicht, ob sie sich doch irgend wem mitgeteilt haben, oder alles allein mit sich ausgemacht haben.


Jemanden der wirklich gehen will, kann keiner aufhalten. Das kann jeder nur selbst.


Die anstrengende Arbeit der „eigenen Veränderung, des "Aufhaltens“ muss sehr viel früher getan werden. Diese Arbeit muss von dem eigenen Selbst getan werden, da hätte ich ein paar Ideen.

Ideen, die genauso anstrengend sein werden, wie depressiv zu sein.

Dem Leben den Rücken zu zukehren ist anstrengend. Ehrlich zu sich selbst zu sein, ist mega anstrengend! Es ist also gleich-gültig wo Du Deiner Energie reinsteckst, das Ziel ist nur ein ganz anderes. Und Du musst es selbst tun, nur musst Du es nicht alleine tun.

Was Dich glücklich macht ist ganz nah!

Ich bekomme jetzt keine Brücke zu meinen Einhörnern, aber ich bekomme eine Brücke zu meinen Pferden.

Du hast, – da bin ich mir sicher – dass in Deiner Nähe, was Dich glücklich macht!

Mach mehr davon!!! Und lass Dir nichts anderes einreden, lass Dich nicht davon abhalten!

Ich weiß, für einige ist das vielleicht die falsche Vorstellung und es wird drüber geschmunzelt;
Aber was wäre, – und davor habe ich echt mehr Angst als vor allem anderen – wenn wir wirklich nach dem Tod wiederkommen?

Möglich wäre es, wir haben keine Beweise dafür das es nicht so ist!

Hey, ganz ehrlich, – das ganz noch mal, weil ich es jetzt nicht gebacken bekommen habe, das Beste draus zu machen!?
Neeee, nicht noch mal den ganze Mist, darauf hab ich echt keinen Bock!
Also, gibt es nur einen Weg- voran!
Denn das Schlimmste liegt längst hinter mir! Auch hinter Dir! Und ich mach das nicht noch mal, auf keinen Fall!

Ich wünsche Dir, dass Du Dein Selbst immer in den Ausdruck bringst.

Ich wünsche Dir, dass Du den Mut hast Dein Selbst zu beleben, das Du den Mut hast Grenzen zu durchbrechen, das Du den Mut hast anders zu sein als Dich anderen haben wollen!

Und ich wünsche Dir, dass die Vorstellung, das alles noch mal machen zu müssen, Dich so sehr auf Deinen Weg voran bringt, wie mich.
Das diese Vorstellung Dich anspornt, die Energie auf ein glückliches Ziel zu lenken. Auch wenn Du jetzt, in diesem Moment,  nicht weißt wie es sein könnte. LEBE DEIN SELBST, egal was andere von Dir denken!

Vielleicht hätte ich das gerne zu den beiden gesagt?!


Als Gesellschaft sollten wir lernen die Wahrheit zu tragen.

Antworte mal ehrlich auf die Frage: "Wie geht es Dir?


Ich danke beiden, dass sie mein Leben begleitet haben, tatkräftig und wissend, unwissend und besonders! Danke!

Rest in peace und wenn ihr wieder kommen solltet, wartet auf mich!

aktualisiert: 20.Juli 2021

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